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Inhalte ohne JavaScript lesbar

Steht der Text der Startseite direkt im HTML, oder entsteht er erst per JavaScript im Browser?

Was wir prüfen

Wir vergleichen zwei Fassungen der Startseite:

  1. das ausgelieferte HTML, so wie der Server es schickt, ohne dass ein Skript läuft,
  2. die fertige Seite im Browser, nachdem alle Skripte gelaufen sind.

Steht weniger als die Hälfte des sichtbaren Textes schon im ausgelieferten HTML und fehlen mehr als 500 Zeichen, gibt es eine Warnung. Unter 20 % ist es ein schwerer Mangel. Erkennen wir ein JavaScript-Framework wie React, Vue oder Angular, nennen wir es im Bericht.

Diese Prüfung zählt wenig, höchstens 5 von 100 Punkten im Bereich. Für die Sichtbarkeit in KI-Diensten ist sie trotzdem grundlegend.

Warum das wichtig ist

Moderne Websites werden manchmal komplett im Browser zusammengebaut: Der Server schickt eine fast leere Seite und ein grosses Skript, das die Inhalte erst danach einfügt. Für Menschen mit aktuellem Browser sieht das gleich aus.

Für Maschinen nicht:

  • KI-Crawler von ChatGPT, Claude, Perplexity und anderen führen in der Regel kein JavaScript aus. Sie lesen nur, was im HTML steht. Bei einer reinen JavaScript-Seite sehen sie vielleicht nur «Bitte aktivieren Sie JavaScript».
  • Google führt JavaScript aus, aber in einem zweiten Schritt, mit Verzögerung und nicht immer vollständig.
  • Vorschauen in sozialen Medien und Messengern sind oft leer.
  • Langsame Smartphones zeigen den Inhalt später, weil erst das Skript laden und laufen muss.

So behebst Du es

Der Text muss auf dem Server entstehen, nicht erst im Browser. Dafür gibt es mehrere Wege:

Server-Side Rendering (SSR)

Das Framework baut die Seite auf dem Server und liefert fertiges HTML aus. Danach übernimmt JavaScript im Browser die Interaktion.

  • React: Next.js oder React Router (früher Remix)
  • Vue: Nuxt
  • Angular: Angular SSR
  • Svelte: SvelteKit

Statische Seiten

Für Websites, die sich selten ändern, erzeugt ein Generator wie Astro, Eleventy, Hugo oder Next.js im Export-Modus beim Veröffentlichen fertige HTML-Dateien. Das ist schnell, sicher und für alle Maschinen lesbar.

Pre-Rendering

Lässt sich die Website nicht umbauen, kann ein Pre-Rendering-Dienst die fertige Seite für Crawler zwischenspeichern. Das ist eine Übergangslösung.

Einzelne Inhalte

Oft ist nur ein Teil betroffen, etwa Bewertungen aus einem Widget, ein Stellenportal oder eine Buchungsmaske. Wichtige Texte wie Leistungen, Ort und Kontakt solltest Du zusätzlich als normalen Text auf der Seite haben.

So prüfst Du es selbst

Öffne die Website und wähle «Seitenquelltext anzeigen» (nicht «Untersuchen»). Such mit Ctrl+F nach einem Satz aus dem Haupttext. Findest Du ihn nicht, entsteht er erst per JavaScript.

Häufige Fragen

Google führt doch JavaScript aus. Warum ist das trotzdem ein Problem?

Google kann es, mit Verzögerung und nicht immer vollständig. Die meisten KI-Crawler lesen aber nur das ausgelieferte HTML. Was erst per Skript erscheint, existiert für sie nicht.

Betrifft das Website-Baukästen?

Selten. Wix, Squarespace und Jimdo liefern den Text heute im HTML aus. Betroffen sind vor allem individuell entwickelte Websites mit React, Vue oder Angular und manche Shop- und Buchungssysteme.

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